Ordentliche Ur- und Burgerversammlung vom 20. Juni 2002 um 19.30 Uhr
Anwesend: 71 Damen und Herren Imboden Kilian, Tscherrig Paul, Lauber Franz-Josef Gemeindeschreiber Fux Werner Gemeinderat Lerjen Tony suspendiert
1.Begrüssung und Orientierung: Der Gemeindepräsident Imboden Kilian begrüsst die Anwesenden zu dieser ordentlichen Ur- und Burgerversammlung. Er erklärt den Anwesenden, dass die Verwaltung nebst den Tagesgeschäften grosse Geschäfte zu betreuen hat, was viel Arbeit und Einsatz abverlangt und dass wichtige Entscheide warten. Er orientiert über die Suspendierung von Gemeinderat Lerjen Anton, der sich für die heutige Versammlung entschuldigt. Das Verfahren ist eingeleitet und er kann daher keine weiteren Auskünfte erteilen. Auf der Traktandenliste wird die Jahresrechnung 2002 erwähnt. Es handelt sich dabei natürlich um das Jahr 2001. Der Präsident entschuldigt sich für diesen Fehler und die Versammlung genehmigt die Traktandenliste.
2.Stimmenzähler: In den Personen von Lauber Josef/47 und Lorenz Carmen werden zwei Stimmenzähler ernannt und von der Versammlung bestätigt.
3.Protokoll der letzten Urversammlung: Das Protokoll der Urversammlung vom 21.06.01 wird verlesen und zur Diskussion gestellt. Ebenfalls das Protokoll der Urversammlung vom 13.12.01 wird vom Gemeindeschreiber verlesen. Beide Protokolle werden genehmigt.
4.Jahresrechnung Munizipalgemeinde 2001: Der Präsident fragt die Versammlung an, ob die Jahresrechnung nur hauptkapitelweise vorgetragen werden kann, was genehmigt wird. Die Jahresrechnung wird vom Kassier Imboden Vinzenz kaptitelweise vorgetragen und zur Diskussion gestellt. Die Investitionsrechnung wird im Detail vorgestellt. Summermatter Josef fragt an, ob das Kehrichtwesen in Gamsen günstiger wird was bejaht werden kann. Die Nettoinvestition beträgt Fr. 316'309.40. Der Cash-Flow beträgt Fr. 772'003.26. Abschreibungen wurden im Betrag von Fr. 656'274.- getätigt. Es liegen keine weiteren Fragen vor. Lauber Josef 47 erkundigt sich nach den Rückstellungen. Zur Jahresrechnung verdankt der Präsident die grosszügigen Spenden für die Uebermurung vom Juni 2001.
5.Jahresrechnung 2001 Burgergemeinde: Die Rechnung der Burgergemeinde wird ebenfalls vorgetragen und zur Diskussion gestellt. Imboden Christoph erkundigt sich nach den Zinserträgen im internen Kontokorrent. Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. Die Nettoinvestition der Burgergemeinde beträgt Fr. 8'552.55 Der Cash-Flow wird mit Fr. 60’514.05 ausgewiesen. Es wurden Abschreibungen im Betrag von Fr. 33'051.55 vorgenommen.
6.Bericht des Kontrollorganes: Das Kontrollmitglied Willisch Armin gibt den Bericht der Kontrollstelle ab. Das Kontrollorgan beantrag die Rechnungen zu genehmigen. Der Präsident Imboden Kilian verdankt der Kontrollstelle ihre Arbeit.
7.Genehmigung der Jahresrechnung Munizipalgemeinde: Die Jahresrechnung 2001 wird mit 74 Ja und einer Enthaltung genehmigt.
8.Genehmigung der Jahresrechnung Burgergemeinde: Die Jahresrechnung 2001 der Burgergemeinde wird mit 65 Ja-Stimmen genehmigt. 0 Enthaltungen, 0 Nein.
9.Erneuerung Burgerreglement: Der Staat hat die Burgerschaft im Jahre 1991 aufgefordert das Burgerreglement anzupassen. Der Burgergemeinde wurde ein Musterreglement ausgehändigt. Die Burgergemeinde hat ein Entwurf für das neue Burgerreglement erarbeitet. Der Entwurf hat öffentliche aufgelegen. Der Präsident geht auf die wichtigsten Artikel ein und fragt die Versammlung an ob das Reglement im Detail vorzutragen ist oder ob die Versammlung global darüber befinden kann, wobei letzteres seine Zustimmung erhält. Lauber Leo/34 fragt an, ob die Alpkommission ein Bestandteil vom Reglement sei was bejaht werden kann. Lauber Josef/47 fragt an, ob jeder Burger die Alpe belegen kann. Ob das neue Burgerreglement auf den Bodenverkauf auf der Täschalpe eine Auswirkung hat fragt Imboden Ignaz an. Es gibt hiezu keine Aenderung. Es wird über das neue Burgerreglement abgestimmt. Das Resultat beträgt 54 Ja, 0 Nein, 0 Enthaltungen. Das Reglement wird zur Homologation an den Kanton weitergeleitet.
10.Befristetes Fahrverbot Täschalpstrasse (Schlittelbahn): Der Präsident orientiert über dieses Vorhaben und erklärt, dass ein zeitlich beschränktes Fahrverbot anzustreben sei. Die gegenwärtige Situation stellt eine erhebliche Gefahr dar. Man wird dieses Fahrverbot im Gemeindeverkehrsreglement ergänzen. Lauber Leo/34 erkundigt sich nach der Dauer von diesem Fahrverbot. Das Fahrverbot ist zeitlich beschränkt und die Dauer wird den Schneeverhältnissen angepasst. Das Resultat der Abstimmung lautet: 61 Ja, 0 Nein, 1 Enthaltung. Das Fahrverbot kann ins Verkehrsreglement aufgenommen werden und zur Homologation bei der Signalisationskommission eingereicht werden.
11.Orientierungen: Hochwasserschutz Täschbach Der Präsident orientiert über den Hochwasserschutz Täschbach. Im Moment besteht eine intensive Planungsphase. Es wurde eine Planungszone erlassen. Die Sofortmassnahmen im Weingartensee sind abgeschlossen. Für den Geschiebefang im Ki wird demnächst für den Bau grünes Licht erwartet. Man rechnet mit dem Baubeginn am 1.9.02. Die Pläne liegen zur Einsichtnahme auf. Die Grande Dixence wird die Fassung im Rotbach dieses Jahr erneuern. Über einen Ableitdamm auf Ottawan wird geplant. Eine Arbeitsgruppe beurteilt das Hanggebiet im Lüskraut. Der Stand vom HWSK wird zur Diskussion gestellt. Lauber Leo/34 verdankt der Gemeindeverwaltung die enorme Arbeit welche der Murgang vom 25.6.01 mit sich gebracht hat. Er kommt auf das damals erstellte Becken im Kinn zurück sowie auf die eingebauten Schwellen im Lüskraut. Der Gemeindepräsident erklärt, dass er dem Alt-Präsident Lauber Leo dankbar sei für Rückfragen zu den damals eingeleitenden Schutzmassnahmen. Imboden Viktor erkundigt sich nach Einlauf vom Täschbach in die Vispe. Der Präsident erklärt, dass dies ein Bestandteil vom HWSK sei. Armin Willisch erklärt, dass man dem Flusslauf Stafelti-Eggerskinn grosse Aufmerksamkeit schenken muss. Er stellt an den Bäumen im Hang diverse Risse und Veränderungen fest und erklärt, dass die Ursache im Jahr 1957 grösstenteils da zu finden war. Der Präsident orientiert über den Ausbau vom EG im Schulhaus, die Neugestaltung vom Kinderspielplatz, die Begrünung der Kirchenumgebung, sowie über die Neugestaltung vom Parkplatz der Burgergemeinde nördlich der Kirche. Top Terminal Täsch : Die Verhandlungen mit den Bodeneigentümern konnten abgeschlossen werden. Die gegründete Kommission wird selbstverständlich in diese Planungsphase einbezogen. Es ist ein Bedürfnis der Verwaltung, dass dieses Grossprojekt in Bezug auf die Gestaltung, Nutzung den Auffassungen der Gemeinde entspricht Liegenschaft Täschhorn: Der Präsident orientiert dahin, dass die Urversammlung am 20.10.1901 der Erstellung von einem Hotel zugestimmt hat. Dieser Bau erweckte grosse Erwartungen in der Bevölkerung. Der Präsident erklärt auch dass am 4.3.1916 die Gemeinde Täsch gevogtet wurde. Zur Zeit ist die Liegenschaft Täschhorn im Besitze der Genossenschaft für Familienherbergen, diese hat die Liegenschaft sei 1.5 Jahr zum Verkauf ausgeschrieben. Die Verwaltung hat mit dem Verkäufer sich in Verbindung gesetzt und das Interesse angemeldet. Der Präsident unterbreitet der Versammlung auch diverse Nutzungsvorschläge vor. Die Gemeinde hat mit dem Verkäufer am 17.05.02 ein Kaufrechtsvertrag abgeschlossen. In diesem Vertrag wurde eine Konventionalstrafe von Fr. 65'000.—nämlich 5% vom Kaufpreis veraktet. Das Kaufsrecht dauert 4 Monate. Ueber die Schweiz. Gesellschaft für Hotelkredit wurde eine Offerte für eine Nutzung- und Wirtschaftlichkeitsstudie einverlangt. Der Präsident orientiert hierüber. Es wird in einer ausserordentlichen Versammlung über eine schriftliche Gemeindeabstimmung über den Kauf entschieden Der Kauf der Liegenschaft wird zur Diskussion gestellt Lauber Leo/34 kommt auf die Täscherchronik zurück und erwähnt die Vogtung aus dem Jahre 1916 Er erklärt, dass das Hotel während dem Krieg rentabel war. Er macht den Aufruf die Liegenschaft nicht in andere Hände gehen zu lassen, weist auf das Nutzungskonzept hin. Die Finanzierung ev. zusammen mit einer Trägerschaft versuchen zu sichern. Imboden Christoph sieht die Nutzung der Räumlichkeit eher durch die Schaffung von Vereinslokalitäten und Schulräumlichkeiten. Die Nutzung der Liegenschaft auf die Dauer im Tourismus sieht Armin Willisch nicht als sinnvoll. Es sind andere Nutzungsmöglichkeiten zu prüfen. Lauber Leo/34 erklärt, dass man die Chanche für diesen Kauf unbedingt wahren soll. Es müssen Lösungen gefunden werden was mit einer guten Zusammenarbeit und Unterstützung möglich sei.
12.Verschiedenes: Betreffend der Uebermurung wird am Wochenende ein schlichte Gedenkfeier zum Anlass des Dankes und der Besinnung stattfinden. Das Schweiz. Fernsehen wird bei der Tagesschau-Sendung einen Bericht ausstrahlen . Es haben sich auch zwei Staatsräte und viel Prominenz angemeldet. Ueber die Grenze vom Camping-Pfarrpfrümde wird diskutiert. Paul Tscherrig erklärt, dass der nördliche Teil (Eisbahn) der Munizipalgemeinde eingetragen ist, jedoch ist dies Burgerboden. Es haben hiezu diverse Begehungen stattgefunden und man hat sich auf diese Grenze geeinigt. Die Kirche weist 552 m2 mehr Fläche auf, als dies der Katasterauszug nachweist. Der Kirchenrat soll dies zusammen mit dem Kirchenrat regeln. Man muss feststellen, dass bei der GBV der unproduktive Boden einbezogen ist. Es ist dies zu kontrollieren und kleinere Abweichungen sind möglich. Um 22.45 Uhr verdankt der Präsident allen Anwesenden Ihre Beteiligung der Urversammlung und schliesst um 22.45 Uhr dieselbe.
Der Präsident: Kilian Imboden Der Schreiber: Werner Fux
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